„Electronic Business“ als Börsenform

Mit der Entwicklung des Internets und den damit verbundenen Möglichkeiten hat sich der elektronische Handel als eine Vermarktungsform der unterschiedlichsten Güter etabliert. Unter „Electronic Business“ versteht man den Einsatz von Computertechnik zur Abwicklung von Rechtsgeschäften. Hierunter fallen zum Beispiel die Benutzung von E-Mails sowie Online-Marktplätzen und –Börsen. Derzeit unterscheidet man drei Formen des elektronischen Handels an der Börse, den computerunterstützten Handel, bei welchem der PC nur für die Weiterleitung und abschließende Abwicklung des, telefonisch abgeschlossenen, Auftrages genutzt wird. Beim computergestützten Handel wird der PC zusätzlich zur Informationsrecherche vor dem Abschluss des Börsengeschäftes genutzt. Beim reinen Computerhandel fallen alle anderen Kommunikationsmedien, wie beispielsweise das Telefon, weg. Alle Schritte des Wertpapierhandels werden hierbei ausschließlich mittels PC erledigt.

Die „EUREX“
Die, 1998 gegründete, Börsenplattform „European Exchange“ oder „EUREX“ mit Sitz in Frankfurt am Main ist mittlerweile die führende, europäische Börse im Bereich des reinen Computerhandels. Zu beachten ist allerdings, dass auch für die Teilnahme an dieser Börse ein zugelassener Börsenmakler zwingend vorgeschrieben ist. Zwar bietet der Marktplatz einen Bereich für Privatanleger an, dieser dient aber nur der Informationsrecherche und der Vereinfachung des Kontaktes zu, an der „EUREX“ zugelassenen, Finanzdienstleistern, wie Börsenmaklern und Banken, über welche die Geschäfte getätigt werden müssen. Gehandelt werden hier zum Beispiel Zinsderivate, Aktienderivate, Aktienindexderivate, Aktienindex-Dividendenderivate, Volatilitätsindexderivate und CO2-Derivate. Neben dem Wertpapierhandel bietet die „EUREX“ zusätzlich verschiedene, zertifizierte Seminare an, welche für Börsenmakler zur Zulassung als Händler an der „EUREX“ eine große Rolle spielen.